Dienstag, 30. Juni 2026

Juni 2026: Slowenien: Julische Alpen und Karst

  

Bei größter Hitze haben wir in der vorigen Woche unsere Foto-Tour in die Julischen Alpen und in den Karst absolviert. An den meisten Tagen sind wir um ca. 4 Uhr aufgestanden und waren schon vor Sonnenaufgang unterwegs. Abends gab es eine zweite, kürzere Fotoeinheit. Für die Vogelfotografie ist die Jahreszeit allgemein schon etwas spät und die große Hitze war nicht förderlich. Wir mussten uns gehörig anstrengen, um überhaupt Vögel zu sehen. Wenn ich mir die Ausbeute jetzt anschaue, bin ich aber recht zufrieden. Meine beiden Reisebegleiter waren naturkundliche Experten und wahrscheinlich haben wir deshalb ein großes Artenspektrum abgedeckt. Ernst ist ein erfahrerner Fotograf, dessen Natur-Interessen weit über die rein technischen Belange der Fotografie hinausgehen. Hans fotografiert überhaupt nicht. Dafür kennt er sich bei Reptilien, Pflanzen und Insekten sehr gut aus und hat den Spürsinn eines Jagdhundes. Vielen Dank für ihre Horizonterweiterungen, ihre Einsatzbereitschaft und Ausdauer im Gelände! Alle Vogelfotos mit Sony 9, 200-600mm.

Hier, zum Einstieg, einige Handyfotos die unsere Arbeitsplätze zeigen: wir hatten uns 4 Nächte im Raum Bovec einquartiert und danach 3 Nächte im Raum Sezana im Karst.

 
Sonnenaufgang, ca. 5:15h vom Nanos-Gipfel

Hopfenbuche

im Schatten der Maulbeerbäume (und des Sonnenschirms) in der Domacija Sajna, Sepulje 


der malerische Ort Kanal

Virje Wasserfall, fast ohne Wasser!


Der Wasserhain im Lepena-Tal

Ansitz auf die Wasseramsel

In der unterirdischen Landschaft von Rakov Skocjan liess es sich bei kühlen Temperaturen von etwas über 15° C gut aushalten. Beim Aufstieg kehrte man Meter für Meter wieder in die Zone von über 30°C zurück. Diese Temeraturumkehr führt dazu, dass in den Karstsenken die montanen kälteliebenden Pflanzen UNTEN und nicht oben auf einem Berg gedeihen!!

In den Höhen von Rakov Skocjan



Hier Naturfotos aus der Bergregion. Wir besuchten die Montasch Alm und fuhren die wilde Bergstrasse auf die Mangartwiesen hinauf.

Baumpieper

Ameisenjungfer, fliegendes Insekt des Ameisenlöwen, der als Larve in Sandtrichtern lebt

Smaragdeidechse bei ganz schwachem Abendlicht (entdeckt von Hans!)

Bergpieper

Bergpieper

Steinschmätzermännchen

Weibchen

Schneesperling


Steinschmätzer

Singdrossel

Die Wasseramsel hat im Juni schon ihre zweite Brut großgezogen. Die Jungen sind kontrastärmer gefärbt und leicht geschuppt. Frühmorgens war es leicht neblig über dem Wasser. 

Paddler berichteten uns von zahlreichen Sichtungen dieses Vogels am Hauptfluss, aber wir haben einen halben Tag lang keine Wasseramsel an der Soca gesehen. Erst an einem ruhigen Nebenfluss wurden wir fündig und kehrten dann an zwei Tagen frühmorgens dorthin zurück, um aus der Tarnung zu fotografieren






Schachbrett, Wachtelweizen-Scheckenfalter und Großes Ochsenauge auf Brombeere

Ein uns schon seit Jahrzehnten bekannte Gebiet im Karst, bot uns mit seinen kleinen Wäldchen, den Weingärten und Wiesen einen schönen Spielplatz. Die Zahl der Schmetterlinge war überwätigend. 

Waldportiere trinken Pflanzensaft an Eichen

Rotrückenwürger

Zaunammer

Girlitz

Turteltaube

Wendehals

In die Salinen von Secovlje wollten wir schon um 6  Uhr früh hinein, fanden aber das Drehkreuz versperrt. In der Sommersaison machen sie erst um 9 Uhr auf, - für die Vogelbeobachtung eine Zeit, wo man aufhört umd heimgeht zum Frühstück. Der Haupteingang macht um 7 h auf, erfuhren wir später. Dort sind die Beobachtungsmöglichkeiten aber gering. Wir mussten improvisieren und ich hatte endlich die Möglichkeit, ins weiter landeinwärts gelegene Tal der Dragonja zu kommen. Dort fanden wir einen schattigen Standplatz, einige kahle Bäume, - und darauf einige Vögel. Um 9h machten wir dann doch noch eine heiße Runde durch den südöstlichen Teil der Saline und sahen kaum Vögel: Einen Steinkauz (weit weg), Zistensänger und Pirole, Turteltaube,...

Blaupfeil
 

Zistensänger

Zum Schluss die Kronjuwelen der Ornithologie und die schwersten Herausforderungen für die Fotografen: der scheue Gebirgsbewohner Steinrötel auf einem südseitigen Steilhang und der nachtaktive Ziegenmelker. Die Lerche war ein willige Übungsobjekt für unsere Autofokussysteme.

der scheue Steinrötel


Feldlerche

Ziegenmelker (Nachtschwalbe)
 
 

Auf den Bergwiesen ist Ende Juni die Blütenpracht herrlich und überall krabbeln und fliegen und summen Insekten. Das harte Sonnenlicht war nicht optimal für die Pflanzenfotografie.

Dolchwespe

Weißbändriges Wiesenvögelchen

Dickkopffalter


Krainer Lilie und Knabenkraut im Vordergrund

Krainer Lilie

 
Bärenschote, Astralagus glycophyllum, verwandt mit der Lakritzen-Pflanze.

Hier noch einige Landschaftsfotos aus den Julischen Alpen:
 
Gehöfte in der Bavsica


Im Trenta-Tal

ganz links die "Schutzhütte unter dem Spitz" und rechts der Doppelgipfel des Jalovec

 

 

 

 


 
 


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